Briefe aus Kyjiw

Dunkel aber frei

„…und man möchte all ihre Gefühle und all die Bilder, die sie gesehen haben, auf sich nehmen, damit sie vergessen können…”
Yeva

Nach Russlands umfassendem Angriff auf die Ukraine wurden zehn junge Kyiwer gefragt: „Wenn du einem nahestehenden Menschen im Ausland einen Videobrief schicken könntest — was würdest du ihm sagen?” Ihre Antworten, als unununterbrochene Videobriefe und nicht als Interviews festgehalten, schaffen einen Raum für echte Reflexion, in dem die Beteiligten oft allein mit der Kamera gelassen wurden.

In sorgfältig komponierten, kontemplativen Einstellungen durch ihre verwandelte Hauptstadt entfalten sich diese intimen Aussagen in ihrem eigenen Tempo — mit Raum für Stille und Offenbarung. Zu den Beteiligten zählen eine Journalistin, ein Stand-up-Comedian, ein zum Soldaten gewordener Skater und mehrere gewöhnliche junge Kyiwer, die sich ihrer neuen Realität anpassen.

Der Film geht über die vertrauten Kriegsbilder hinaus und schafft einen intimen Raum für stilles Nachdenken und menschliche Verbindung. Frei von Sensationalismus macht er diese tiefen menschlichen Erfahrungen für alle zugänglich.

Was entsteht, ist ein Geflecht aus tiefer Liebe zur Stadt und zum Land, ungeschminkter Auseinandersetzung mit Verlust und vorsichtiger Hoffnung für die Zukunft. In seiner stillen Beobachtung porträtiert der Film eine Generation, die ihre Menschlichkeit bewahrt, während sie Erfahrungen verarbeitet, die sowohl ihr persönliches Leben als auch ihre Gesellschaft für immer verändert haben.

Trailer

Nutzen Sie den Link rechts, um den Zugang zum Film-Streaming zu erwerben. Alle Einnahmen über dieses Portal gehen zunächst an mich, von wo aus ich sie an ukrainische Crowdfunding-Initiativen weitergebe, die von den Teilnehmern des Films ausgewählt wurden.

Viel Freude beim Ansehen!

„Und nach dem Krieg wirst du stolz durch dein Land gehen und reisen, du wirst seinen Wert klar verstehen und wie viel Mühe es dich gekostet hat — und du liebst es.”
Alina

Dieser Dokumentarfilm ist eine unabhängige Produktion.

Er wäre ohne die Unterstützer, die am anfänglichen Crowdfunding teilgenommen haben, und andere Mitwirkende nicht möglich gewesen, denen ich sehr dankbar bin.

Originaler Soundtrack — Michal Reynaud

Tonmischung — Marek Musil

„Je verletzlicher dieser Ort wurde, je mehr Raketen einschlugen, je mehr Explosionen, je mehr Zerstörung, … desto mehr Liebe empfand ich für ihn. Und es ist kein Mitleid; es ist Liebe.”
Mariia
„Du stehst in der Küche, scrollst durch Tinder, machst dir Kaffee, der Luftalarm geht los und es gibt eine Explosion. Fünf Kilometer von dir entfernt. Und du scrollst weiter durch Tinder und machst dir weiter Kaffee. Also, fünf Kilometer ist viel. Aber in diesem Moment ist jemand gestorben.”
Vitalik